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Über die IHK.Online-Akademie

Unter dem Portal der IHK.Online-Akademie wurden viele Jahre die E-Learning-Aktivitäten der Industrie- und Handelskammern gebündelt vermarktet. Die Qualitätsprüfung der E-Learning-Inhalte lag – und liegt auch weiterhin – bei der Jury der IHK.Online-Akademie.

Heute gilt: E-Learning in all seinen Facetten ist angekommen in der IHK.Weiterbildung. E-Learning-Komponenten sind integraler Bestandteil vieler IHK-Qualifizierungen: als lehrgangsbegleitende Community, als reines Online-Angebot oder – meistens – als Blended-Learning-Angebot, d. h. einer Mischform aus Präsenzunterricht und E-Learning. Die starke Präsenz der neuen Lehr- und Lernformen in der IHK-Weiterbildung macht ein eigenständiges Portal für diese Angebote überflüssig.

Sie sind auf der Suche nach Weiterbildungs-Angeboten mit E-Learning-Komponenten? Geben Sie auf dieser WIS-Seite in der Rubrik „Seminare", unter "Seminarsuche" als Angebotsform „E-Learning/Blended-Learning/Selbststudium" ein oder schauen Sie direkt bei Ihrer IHK vor Ort.

Hier geht es über den IHK-Finder direkt zu Ihrer IHK!

Glossar für neue Lernmedien

Das Glossar für neue digitale Lernmedien ist eine alphabetisch geordnete Begriffssammlung als Orientierungshilfe und zum gemeinsamen Verständnis. Wichtige Begriffe, Abkürzungen und Fachausdrücke zum Thema E-Learning sind erläutert, über die in der Praxis nicht immer ein einheitliches Verständnis besteht. Das Glossar ist als lebendes Dokument angelegt und wird bei Bedarf erweitert. 

App
Engl. = Applikation
Apps sind Applikationen, d. h. Anwendungen für Smartphones und Tablet-Computer, die kostenlos oder kostenpflichtig in einem Onlineshop erworben und installiert werden können. Im Bildungsbereich finden Apps immer mehr Bedeutung in Form von digitalen Lernanwendungen.

Adaptives Lernen
Adaptive Lernprogramme passen sich den Fähigkeiten und dem Leistungsstand des Lernenden an. Der Schwierigkeitsgrad der Aufgaben orientiert sich am Kenntnisstand des Benutzers, so dass dieser weder unter- noch überfordert ist. Dies wirkt besonders motivierend.

Avatar
Künstlicher Stellvertreter in Form eines Bildes oder einer Figur in der virtuellen Welt, z. B. bei Computerspielen, Lernspielen, im Chat oder als virtueller Kundenberater, der Informationen und Unterstützung bereitstellt. Aus dem Sanskrit für „Herabsteigen“. Verkörperung eines Gottes auf Erden als menschliches Wesen. Beispiele finden sich online im Kundendienst.  

Blended Learning
Didaktisch sinnvolle Verknüpfung von traditionellem Klassenzimmerlernen mit Online- oder mobilen Lernen auf der Basis neuer Informations- und Kommunikationsmedien. Dieses Lehrkonzept, das unterschiedliche Methoden und Medien aus Präsenzunterricht und E-Learning kombiniert, wird auch hybrides Lernen genannt.  

Blog
Kurzform für Weblog, entstanden aus den Wörtern World Wide Web und Logbuch. In einem Blog werden Einträge online und öffentlich im Tagebuchstil zu bestimmten Themen oder Lebenssituationen des Bloggers verfasst. Ein Blog kann endlos sein und wird kontinuierlich ergänzt, so dass aktuelle Einträge vorhanden sind.

CBT
Computer Based Training. Lernprogramme, die am Computer durchgeführt werden.

Cloud
Engl. = Wolke
Datenwolken, die Rechenkapazitäten, Datenspeicher, Netzwerkkapazitäten oder auch fertige Software bereitstellen. Anwendungen und Daten befinden sich nicht mehr auf dem lokalen Rechner oder im Firmenrechenzentrum, sondern in der digitalen Wolke externer Rechenzentren. Die Inhalte können so ortsunabhängig verfügbar gemacht werden.

Content Sharing Plattformen
Plattformen, über die Inhalte zur Verfügung gestellt oder ausgetauscht werden können, zum Beispiel in Form von aufbereiteten Unterrichtsmaterialien.

E-Learning
Wissensvermittlung durch elektronisch gestützte Methoden. Theoretisches Wissen wird auf elektronischen Medien online und auch offline für mobile Endgeräte bereitgestellt. Beispiele sind virtuelle Klassenzimmer, virtuelle Lerngruppen und Content-Sharing-Plattformen (Bereitstellung von Dateninhalten zur gemeinsamen Nutzung).

Forum
Virtueller Raum für den kommunikativen Austausch von Personen und Gruppen z. B. in sozialen Netzwerken. In Diskussionsforen werden Texte, Bilder, Videos etc. in Form von Nachrichten und Anhängen ausgetauscht und sind für alle Forenmitglieder sichtbar . Der Zugang zu Foren kann allen Interessierten offen stehen oder auf einen Nutzerkreis beschränkt werden.

Game Based Learning; auch serious games, educational games
Digitale Lernspiele, die nicht nur der Unterhaltung dienen, sondern gezielt Information und Bildung vermitteln. Verknüpfung von Lernen- und Spielelementen. Spiele bieten ein motivierendes Lernszenario, bei dem Strategien entwickelt und Entscheidungen getroffen werden, ein zeitnahes Feedback über die Lernschritte erfolgt und Anforderungen adaptiv mit den Fertigkeiten ansteigen. Die ersten Lernspiele waren Flugsimulationen für Piloten im Jahre 1958. Weitere Anwendungsbereiche finden sich in der Medizin und beim Militär. Beispiele für serious games sind Recruitmentspiele zur Mitarbeitergewinnung, Mathe- oder Physikprogramme. Nachteile sind die individuelle Erstellung und hohe Produktionskosten. 

Lernplattform
Webbasierte Lernumgebung (siehe auch: Virtuelles Klassenzimmer), die beliebige Lerninhalte online vermittelt und die dafür nötige Organisation, sowie die Kommunikation untereinander und mit dem Dozenten, bereitstellt. 

Mobiles Lernen
Lernumgebung, die durch mobile technische Geräte, wie Smartphones und Tablet-PCs unabhängig von stationären Orten und verkabelten Computern ist.
Lerneinheiten erfolgen nicht im Schulungsraum, sondern am jeweiligen Gerät. Die Geräte werden als Medium genutzt, um große Informationsmengen, wie Bücher bereitzustellen. Der Vorteil ist die Speicherung einer großen Datenmenge. Auf einem iPad lassen sich z. B. weit über 100 Bücher speichern.

Moodle
Engl. = Modular Object-Oriented Dynamic Learning Environment
Stark verbreitete Lernplattformsoftware (65,5 Millionen Nutzer), die Kursräume im Internet und administrative und organisatorische Hilfen dafür liefert. Beispiele sind Planungskalender, Kurspläne, Foren, Tests, etc.

MOOC
Engl.= Massive Open online courses
Kostenlose online Schulungen, die allen Interessierten offen stehen. Für die Kurse gibt es weder Teilnahmevoraussetzungen noch Teilnehmerbegrenzungen, so dass sie von sehr vielen Interessierten besucht werden können. Amerikanische Universitäten verzeichnen bis zu 150.000 Anmeldungen für bestimmte Kurse.
Die Leitmotive für MOOC sind, den Zugang zu Bildung für jeden zu ermöglichen und das kollektive Lernen und Wissen im Netz(-werk) zu entwickeln. Die Lernenden organisieren sich online selbst und lernen gemeinsam. Schriftliche Hausarbeiten oder Fragen werden z. B. von anderen Kursteilnehmern korrigiert, bzw. beantwortet. Auch bei sehr hohen Anmeldezahlen, sind die Quoten bei Abschlussprüfungen mit 2-5 % eher gering.

Podcast
Zusammengesetzt aus den Wörtern iPod und broadcasting (Rundfunk). Podcasts sind Hörbeiträge, die als Audiodatei im Internet heruntergeladen werden können. Beiträge zur Wissensvermittlung werden Educasts (educational podcast) genannt.

QR-Codes
US-engl. quick Response = schnelle Antwort
1994 für die Autoindustrie in Japan zur Markierung von Baugruppen und Komponenten für  Logistikzwecke entwickelt. 2007 tauchten die Codes in Deutschland auf Zeitschriften auf. Durch die Codes liefern Unternehmen schnell zusätzliche Informationen z. B. zu Produkten, Personen, Veranstaltungen oder Fahrplänen, die mit Mobiltelefonen gescannt und gelesen werden. Auch Lernprogramme können so angezeigt werden.  

Social Media, Soziale Netzwerke
Online basierter sozialer Austausch. Bekannte Netzwerke sind Facebook, Linkedin und Xing. Die wichtigsten Merkmale hierfür sind Partizipation und Zusammenarbeit. Mit Hilfe sozialer Netzwerke können Arbeitsgruppen oder Alumninetzwerke entstehen. Vorteile sind die Massen, die sich über soziale Netzwerke erreichen lassen. Facebook verzeichnete im März 2012 901 Millionen monatlich aktive Nutzer, davon 24 Millionen in Deutschland. Mehr als die Hälfte der deutschen Internet-Nutzer sind auch Nutzer eines sozialen Netzwerkes. 

  • 91% der 16-24 Jährigen waren 2011 in sozialen Netzwerken aktiv
  • 70% der 10-15 Jährigen
  • 57% der 25-44 Jährigen
  • Nach Angaben von Eurostat rangiert Deutschland damit im Mittelfeld. Lettland und Ungarn mit 79 bzw. 76% sind deutliche Spitzenreiter (Quelle: Statistisches Bundesamt)


Tablet-PC
US-engl. Tablet = Schreibblock
Tragbarer Computer mit flacher Bauform ohne Tastatur und andere Eingabegeräte, wie z. B. Maus oder Stift. Die Bedienung erfolgt mittels Finger über ein Touchscreen. Der bekannteste Vertreter ist das iPad. Durch die einfache und intuitive Bedienung sind Tablet-Computer auch für ältere Menschen und Kinder geeignet, die ohne Computer aufgewachsen sind bzw. wenig Erfahrung mit Maus und Tastatur haben.  

Teletutoring/Teletutor
Teletutoring ist eine Form der Betreuung beim E-Learning. Der Teletutor organisiert die technische und inhaltliche Lernbegleitung über das Internet. Er berät, motiviert und erteilt Rückmeldungen über Lernschritte.  Antworten auf Fragen von Teilnehmern werden über E-Mail und Diskussionsforen bereitgestellt oder synchron über Chat beantwortet. 

Twitter
US-engl. = Gezwitscher
Soziales Netzwerk, bei dem Kurznachrichten mit bis zu 140 Zeichen von Privatpersonen, Organisationen etc. in Echtzeit veröffentlicht werden. Die Textnachrichten (tweets) werden kostenlos vom PC oder Handy über die Webseite mit blauem Vogel als Symbol www.twitter.com versendet. Die Informationen und der Meinungsaustausch mit Gleichgesinnten zu bestimmten Geschehnissen, Produkten oder Informationen sind sehr aktuell, da meist über unmittelbar vorher Passiertes berichtet wird und die tweets jederzeit und von jedem Ort aus schnell beantwortet oder weitergeleitet werden können. Nachrichten von bestimmten Personen, Firmen etc. können aktuell verfolgt werden (follower). Als Autor ist eine Registrierung nötig, für Leser, die „nur“ tweets lesen, oft nicht. 

Virtuelles Klassenzimmer
Online Frontalunterricht über Lernplattformen, die ein Klassenzimmer virtuell im Internet abbilden. Das Internet wird als Kommunikationsmedium für räumlich getrennte Lehrende und Lernende genutzt. Die Lerninhalte werden zeitgleich in Form von Onlinekursen live vermittelt und per Video oder Webcam übertragen. Der Lehrer bietet Unterrichtsmaterialien zum Selbststudium an. Alle Teilnehmer sind zur gleichen Zeit online und loggen sich in die gleiche Lernplattform ein, um direkt miteinander zu kommunizieren. Fragen, Antworten und Diskussionen werden so ermöglicht. Der Dozent, auch Teletutor genannt, leitet die Sitzung und behält die Klassenkontrolle, die durch elektronische Funktionalitäten unterstützt wird. So kann er z. B. einen Lernenden das Wort erteilen oder ihn per Webcam dazuschalten und für sich und die anderen Teilnehmer sichtbar machen oder Schreibrechte einrichten. Studierende und Dozierende haben die Möglichkeit, eine Onlinetafel zu benutzen, um den Fortschritt einer Arbeit zu sehen und gemeinsam Wissen auszutauschen. Den Schülern ist ein „Melden“ und „Applaudieren“ möglich. Aufgezeichnete Seminare lassen sich beliebig oft abspielen, z. B. um Inhalte zu vertiefen. Seminare mit hoher Qualität bleiben so erhalten und weiter verfügbar. Ein bekannter online Kursraum ist unter anderem moodle.

Virtuelle Lerngruppen
Virtuell wird als Gegenteil von „physisch“ verstanden. Selbstorganisierter Wissensaustausch über Foren und Gruppen im Internet (Communities). Der Vorteil ist, dass reale Treffen vor Ort nicht nötig sind und räumliche Distanzen zwischen den Lernenden aufgehoben werden.

Web 2.0
Weiter Begriff für viele interaktiver Anwendungen des Internets. Wandel des Internets von einer reinen Präsentationsplattform zu einem Interaktionsmedium mit entsprechender veränderter Nutzung und Wahrnehmung. Benutzer stellen selbst Inhalte zur Verfügung oder bearbeiten sie. Das Web funktioniert als Beteiligungsplattform, bei der Partizipation wichtig ist und das kollektive Wissen genutzt wird. Beispiele sind Lerngruppen zur Prüfungsvorbereitung.

Web Based Learning (WBL) / Web Based Training (WBT)
Webbasierte Lerninhalte bzw. Seminare. WBTs bieten fast alle Möglichkeiten von PC-Training (CBT = Computer Based Training) mit den zusätzlichen Vorteilen der einfachen Bereitstellung über Netze und die Möglichkeit ständiger Aktualisierung. Wichtige Aspekte sind die Kooperation und die Kommunikation der Teletutoren mit den Lernenden und die der Lernenden untereinander. 

Whiteboard (digital)
US-engl. = weiße Tafel
Elektronische Weißwandtafel, die in Verbindung mit einem Computer und einem Projektor oder Touchscreen funktioniert. Medien wie Texte, Grafiken, Bilder, Animationen, Töne und Filme können präsentiert werden und Lernende und Dozenten gleichzeitig daran arbeiten.

Wiki
Hawaiianisch = schnell
Kostenloses, aktuelles Onlinelexikon zu jedem erdenklichen
Thema, das von den Nutzern kollektiv selbst erstellt, ergänzt und korrigiert wird. Wikiseiten sind sinnvoll, wenn Information gesammelt, ausgetauscht und verändert werden und dienen als Wissensmanagement z. B. als Intranet für Firmen. Wikis werden einfach und schnell, ohne Programmiervorkenntnisse und unabhängig von Ort und Zeit gestaltet und allen Nutzern kollektiv und gratis zur Verfügung gestellt. Zugänge und Schreibrechte können erstellt werden (z. B. für Firmen- oder Schulwikis). Das größte Wiki ist Wikipedia mit über 10 Millionen Artikeln weltweit.

 

 

 

 

 

 

 

 

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